Fotograf: Marcus Brandt Agentur: DDP/AFP Niedersachsens Ministerpräsident und Volkswagen-Aufsichtsratsmitglied Christian Wulff hat sich für längere Arbeitszeiten bei VW ausgesprochen.
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vom 24.07.2004, 06 Uhr 53

Wulff fordert längere Arbeitszeiten bei Volkswagen. Nach der Einigung über eine Kostensenkung bei DaimlerChrysler hat der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) bei Volkswagen längere Arbeitszeiten gefordert. Wulff sagte der "Berliner Zeitung", der niedersächsische Automobilhersteller werde seine 175.000 Arbeitsplätze in Deutschland nicht erhalten können, wenn es beim derzeitigen Haustarifvertrag leibe. "Wenn wir flexibel sind, kreativ sind, bereit sind, mehr Arbeit zu anderen Bedingungen zu leisten, dann haben wir die Chance, den Wirtschaftsstandort Deutschland zu sichern", sagte Wulff, der Mitglied im Aufsichtsrat der Volkswagen AG ist. "Ich würde mir wünschen, dass die Tarifparteien an dieser Stelle vorankommen." Wulff fügte hinzu, er halte es für angemessen, wenn die Beschäftigten in Deutschland regelmäßig wieder 40 Stunden in der Woche arbeiteten. Der IG-Metall-Vize Berthold Huber warnte hingegen gegenüber der "Welt am Sonntag" vor einer weiteren Eskalation von Tarifkonflikten in Betrieben. "Ich habe die Befürchtung, dass einige Arbeitgeber den Häuserkampf in den Betrieben geradezu herbeisehnen", sagte Huber. Er könne davor nur warnen. Die Radikalisierung auf der Arbeitgeberseite zwinge auch die Arbeitnehmer zur Radikalisierung. Durch die Globalisierung sei die Konkurrenz insbesondere um einfache Arbeit gewachsen. Sie werde inzwischen in einer so rigorosen Intensität geführt, dass "ich nicht sicher bin, ob es sich um das Ende des Anstandes handelt oder schon um den Beginn einer neuen Unmoral", sagte Huber.

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Mein Kommentar :

Das deutsche Volk sollte bei den Wahlen besser darüber nachdenken, ob Aufsichtsräte gute Volksvertreter sein können. Und es sollte sich gleichzeitig bewußt machen, dass jede Arbeitszeitverlängerung dazu führt, dass weniger Personal benötigt wird. Das wiederum hat eine Steigerung der Arbeitslosenzahlen und damit eine höhere Staatsbelastung zur Folge. Kann es im Interesse eines Ministerpräsidenten liegen, den Staat und seine Steuerzahler zu belasten. Ich glaube, hier wird die Diskrepanz zwischen Manager und Politiker sehr deutlich. Man sollte nicht beides sein können.




Ausschnitt aus den Ruhr-Nachrichten vom 27.04.2005

Kommentar:

siehe vorherigen Ausschnitt (Aufsichtsratmitglied), har, har . . .

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